Routine vs. Spontaneität: Welchem Team gehören Sie an?

Warum Routine nützlich sein kann

Jeden Tag arbeiten wir eine scheinbar nie endende Liste von Daily Routinen ab. Am Ende des Tages sind immer noch einige Dinge zu erledigen und wir sind erschöpft, müde, ausgelaugt. Aber Routine gibt unserem Leben auch Struktur. Es braucht keine Entscheidungsleistung – man folgt einfach dem Weg, den man jeden Tag geht. Und genau da liegt das Problem: denn es kann auch ein Zuviel an Routine geben. Das macht das Leben vorhersehbar und langweilig. Die Spontaneität, das Leben mit dem gewissen Etwas, fehlt.

Und was passiert, wenn wir mit der Routine aufhören?

Das ist eine ebenso spannende wie auch aufregende Frage. Was würde passieren, wenn man sich von der Routine einfach verabschiedet und man das Leben wieder einlädt? Bereit für Abenteuer sein und an etwas Neuem teilnehmen. Einfach spontan genug sein, um auch über den eigenen Schatten zu springen.

Spontan sein kann man lernen

Nicht jeder wird sich mit der Idee anfreunden können, mal eben „über den eigenen Schatten zu springen“. Spontaneität lässt sich nicht einfach abrufen. Vielmehr kann man es mit A-Hörnchen und B-Hörnchen vergleichen. Manche von uns sind wunderbare A-Hörnchen. Sie haben einmal einen Weg eingeschlagen, der funktioniert ganz gut und man bleibt dabei. Die Routine fühlt sich gut an. Wenn man nie einen anderen Weg einschlägt, läuft man auch nicht Gefahr, dass etwas nicht funktionieren könnte. Die B-Hörnchen unter uns tragen eine ganz andere DNA in sich. Sie halten Familie und Umfeld in ständigem Atem, weil sie nur zu gern mit Plan B um die Ecke rauschen. Warum immer gleich, wenn es auch anders geht? Das ist ihr erklärtes Lebensmotto. Hat etwas von „Nah am Herzinfarkt“-Leben, aber langweilig ist das sicher nicht. Und spontan ganz sicher. Aber gibt es da auch etwas dazwischen?

Routine hat auch viel mit Sicherheit zu tun

Was hält uns eigentlich davon ab, Spontaneität in unser Leben zu lassen? Seien wir mal ehrlich: es ist die Angst vor der Ungewissheit. Die kann leider ganz schön lähmend sein. Der Spontaneität steht das rationale, übervorsichtige und oft ängstliche Gehirn im Weg. Wir unterdrücken praktisch unser laut plauderndes Gehirn mit festen Routinen und Autopilot-Verhalten. Weil es das ist, was uns vermeintlich Sicherheit im Leben gibt, aber eben auch Langeweile vorprogrammiert. Weil Spontaneität aber so viel Lebensfreude bringt, macht es Sinn, sich dieser Angst zu stellen. Einfach mal dem Bauch, statt dem Hirn, das Ruder überlassen. Und mit einigen Tricks kann der Weg aus der Routine auch gelingen – man muss es nur versuchen!

Wege aus der Routine:

  • Es braucht eine Umgebung, die Spontaneität begünstigt.
    Fragen Sie zuerst Ihre Freunde, ob Sie zu berechenbar sind. Die Antworten könnten unangenehm sein, aber hören Sie aufmerksam zu. Denn Menschen die Sie gut kennen, sind in der Lage, Bereiche zu sehen, in denen Sie sich verbessern können.

  • Loslassen ist angesagt!
    Einschränkende Überzeugungen müssen jetzt ins Boot nach Nimmerland gesetzt werden. Oft hat man im Leben Glaubenssätze übernommen, die einen persönlich zurückhalten. Finden Sie heraus, welche Verhaltensweisen Sie seltsam finden. Wann haben Sie das letzte Mal einfach so ein Gespräch mit einem Fremden angefangen? Sehen Sie die Welt wieder mit Kinderaugen – ganz vorurteilsfrei! Denn die einzige Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu gewinnen, besteht darin, regelmäßig neue Dinge auszuprobieren. Eben genau wie ein Kind, das sich wenig Gedanken macht, sondern es einfach tut.

  • Zeitfresser reduzieren
    Die Couch ist der liebste Platz am Abend – gern kombiniert mit Fernsehen oder Surfen im Internet? Beide Aktivitäten verschlingen große Teile an Zeit und sind die perfekte Ausrede faul, statt spontan zu sein. Lassen Sie diese „Krücken“ los und sich auf das Leben draußen ein. Dann fällt es viel leichter, dem Leben wieder mit Spontaneität statt Routine zu begegnen.

Der Weg ist das Ziel zur Spontaneität

Um der Daily Routine zu entkommen es wichtig, die eigene Komfortzone zu verlassen. Oder zumindest zu erweitern. Sich mit Risiken wohler zu fühlen und wieder ein Vertrauen auf den eigenen Bauch zuzulassen. Wir alle sollten mehr auf unser eigenes Glück achten und so viel dafür tun, wie wir nur können. Eine Möglichkeit das zu erreichen ist, spontaner zu sein. Das heißt aber nicht, dass man sich jetzt umgehend sündhaft teure High Heels kaufen oder nach Mitternacht ein wildes Tattoo stechen lassen muss :-).

Unser Tipp: Mantra für mehr Spontaneität auf den Kühlschrank kleben

  1. Ich höre auf, auf den perfekten Zeitpunkt zu warten! JETZT ist der beste Zeitpunkt für alles, was ich schon immer tun wollte!
  2. Heute jogge ich mal eine andere Strecke als sonst. JETZT ist der richtige Zeitpunkt, um Neues zu erkunden.
  3. Entscheidungen treffe ich ab jetzt auch nach dem Zufallsprinzip: JETZT Mut zur Lücke zeigen!
  4. JA wird immer öfters meine Antwort sein. JETZT verlasse ich meine Komfortzone und blicke nicht zurück.
  5. JETZT mache ich Dinge, die mir vorher Angst gemacht haben – und ich schaffe sie!
 

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